StudioseitenErstgespräch buchen

Treatwell: Kosten, Erfahrungen & Alternativen

Erstmals getestet: 23.07.2026 · Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026 · So testen wir

Treatwell im Test: Was kosten Marktplatz und Treatwell Pro wirklich? Die 35-%-Neukundenprovision, alle Gebühren und ehrliche Stärken & Schwächen.

6.9/ 10 Gesamtwertung
Bedienung8.0
Funktionsumfang6.5
Preis-Leistung6.0
Eignung für kleine Studios7.0

Auf einen Blick

Anbieter
Treatwell (ehemals Wahanda), London – Teil von Recruit Holdings; DE-Geschäft aus Berlin
Geeignet für
FriseursalonsKosmetikstudiosNagelstudiosBarbershopsWimpernstudios
Funktionen
Online-TerminbuchungKasse (TSE)KundenverwaltungMarktplatz
Preismodell
Software-Abo 39–49 €/Monat plus 35 % Provision auf die Erstbuchung jedes vermittelten Neukunden
Kostenlos nutzbar?
Keine Gratis-Version; kostenlose Demo bzw. Beratungsgespräch

Was kostet Treatwell?

Software-Abo 39–49 €/Monat plus 35 % Provision auf die Erstbuchung jedes vermittelten Neukunden

Preise von Treatwell im Überblick
TarifPreisHinweis
Starter39 €/MonatKalender, Online-Buchungen, Marktplatz-Profil, Berichte – ohne Kassensystem
Advanced49 €/Monat + 7,50 € TSEZusätzlich digitales Kassensystem und Produktverkauf – effektiv 56,50 €/Monat
Neukundenprovision (Marktplatz)35 % auf die ErstbuchungNur die allererste Buchung; Folgebuchungen und Buchungen über eigene Kanäle: 0 %
Online-Vorauszahlung2 % + MwSt./TransaktionNur wenn die Kundin online im Voraus bezahlt
Kartenzahlung vor Ort (Tap to Pay)ca. 0,79 % + 0,20 €Laut Vergleichsportalen, Stand März 2026
Einrichtungsgebühr99 € einmaligLaut unabhängigen Quellen – im Beratungsgespräch bestätigen lassen

Treatwell ist Europas größter Beauty-Buchungsmarktplatz – und für viele Studios der erste Kontakt mit Online-Buchung überhaupt. Das Modell: Du zahlst ein Software-Abo (Treatwell Pro) und gibst 35 % der allerersten Buchung jedes vermittelten Neukunden ab. Ob sich das rechnet, hängt komplett davon ab, wie du es einsetzt.

Die 35-%-Provision richtig einordnen

Bei einer Erstbehandlung für 60 € gehen 21 € an Treatwell. Das klingt brutal – ist aber fair gerechnet, wenn diese Kundin wiederkommt: Alle Folgebuchungen sind provisionsfrei, und einen Neukunden über Google Ads oder Instagram zu gewinnen, kostet oft ähnlich viel.

Kritisch wird es in zwei Fällen: wenn Schnäppchenjäger nur einmal kommen und nie wieder – und wenn (wie Salonbetreiber in Bewertungen berichten) wiederkehrende Kundinnen fälschlich erneut als provisionspflichtige „Neukunden“ gezählt werden. Prüfe deine Abrechnungen genau.

Die Funktionen im Überblick

  • Marktplatz-Profil auf treatwell.de mit Online-Buchung und Bewertungen
  • Treatwell Pro: Terminkalender, Kundenverwaltung, Berichte
  • Optionales Kassensystem mit TSE (Advanced-Tarif)
  • Online-Vorauszahlung und Kartenzahlung vor Ort
  • E-Mail-/Push-Terminerinnerungen (SMS wurde 2024 eingestellt)
  • Tägliche Auszahlungen

Für wen eignet sich Treatwell?

Gut geeignet: Neueröffnungen und Studios in Großstädten mit leerem Kalender – die Marktplatz-Reichweite bringt schnell Buchungen, und die Provision fällt nur an, wenn tatsächlich ein Neukunde kommt.

Weniger geeignet: Etablierte Studios mit voller Stammkundschaft – sie zahlen Abo und Gebühren für Reichweite, die sie nicht mehr brauchen. Und als alleinige Software-Basis ist Treatwell Pro zu dünn: Kasse, Buchhaltung und Schnittstellen sind begrenzt.

Stärken

  • Enorme Reichweite: Europas bekanntester Beauty-Marktplatz – für Neukundengewinnung in Großstädten kaum zu schlagen
  • Faires Kernprinzip: 35 % nur auf die allererste Buchung, Folgebuchungen und eigene Kanäle provisionsfrei
  • Einfache, intuitive Bedienung (Capterra 4,4/5 aus rund 285 Bewertungen)
  • Unbegrenzte Teamnutzer und Termine ohne Aufpreis pro Mitarbeiter
  • Integriertes Bewertungsmanagement und tägliche Auszahlungen

Schwächen

  • Die 35-%-Provision ist happig: Bei einer 60-€-Erstbehandlung gehen 21 € an Treatwell
  • SMS-Terminerinnerungen wurden Mitte 2024 eingestellt – es bleiben nur E-Mail und Push
  • Berichte über wiederkehrende Kunden, die erneut als provisionspflichtige „Neukunden“ gezählt wurden – Klärung teils zäh
  • Als Software eher Marktplatz-Anhängsel als vollwertiges Primärsystem: Kasse, Buchhaltung und Schnittstellen begrenzt
  • Abhängigkeitsrisiko: Wer Sichtbarkeit primär über Treatwell aufbaut, bindet Kundenbeziehungen an die Plattform

Unser Fazit

Treatwell lohnt sich für neue oder wachstumshungrige Salons in Städten, die Neukunden brauchen und die 35-%-Erstbuchungsprovision als Marketingkosten verbuchen – die Reichweite ersetzt faktisch Werbebudget. Für etablierte Salons mit voller Stammkundschaft ist das Modell teuer: Abo plus Gebühren, ohne den Hauptvorteil zu nutzen. Der gesündeste Weg: Treatwell gezielt für Neukunden einsetzen und parallel die eigene Website als provisionsfreien Buchungskanal aufbauen.

Alternativen zu Treatwell

Häufige Fragen zu Treatwell

Wie hoch ist die Treatwell-Provision wirklich?+

35 % auf die Erstbuchung jedes über den Marktplatz vermittelten Neukunden (standortabhängig). Alle Folgebuchungen desselben Kunden und Buchungen über deine eigene Website oder Social Media sind provisionsfrei.

Was kostet Treatwell Pro im Monat?+

Starter 39 €/Monat (ohne Kasse), Advanced 49 €/Monat plus 7,50 € TSE-Gebühr – effektiv 56,50 €. Dazu kommen ggf. 2 % Transaktionsgebühr bei Online-Vorauszahlung und eine einmalige Einrichtungsgebühr von 99 € (laut Drittquellen).

Kann ich Treatwell nur für Neukunden nutzen und Stammkunden woanders buchen lassen?+

Ja – und genau das ist die klügste Strategie: Neukundengewinnung über den Marktplatz, Stammkundschaft über die provisionsfreie Buchung auf deiner eigenen Website. So zahlst du die 35 % nur einmal pro Kundin.

Warum gibt es keine SMS-Erinnerungen mehr bei Treatwell?+

Treatwell hat SMS-Erinnerungen im Juni 2024 eingestellt; es bleiben E-Mail- und Push-Benachrichtigungen. Für Kundschaft, die wenig auf E-Mails schaut, ist das ein echtes Manko im Kampf gegen No-Shows.