StudioseitenErstgespräch buchen

Homepage-Baukasten im Vergleich: Was 2026 wirklich taugt

Zuletzt aktualisiert: 23.07.2026

Ein Baukasten ist der schnellste Weg zu einer eigenen Website – und für manche Situationen völlig in Ordnung. Der ehrliche Vergleich der fünf großen Anbieter zeigt aber auch, wo die Grenzen liegen. Alle Preise: Stand 2026, netto, bei Jahresabrechnung (monatliche Zahlung ist meist deutlich teurer).

Die fünf Baukästen im Schnellvergleich

Anbieter Preis/Monat (Jahresabo) Stärke Schwäche
Wix ca. 9–34 € (Business Elite 149 €+) Größte Gestaltungsfreiheit, gute SEO-Kontrolle Unübersichtliche Tarifaktionen, US-Anbieter
Jimdo 0 / 9 / 15 / 20 / 39 € Deutscher Anbieter, EU-Hosting, einfach Schwächste SEO-Möglichkeiten im Test
IONOS regulär 12 / 18 / 33 € Aggressive Einstiegspreise (1. Jahr ab 1 €) Design-Flexibilität begrenzt
Squarespace 12 / 18 / 32 / 69 € Elegante Templates, gute SEO-Kontrolle 2 % Transaktionsgebühr im Basic, US-Anbieter
WordPress.com 0 / 4 / 8 / 25 / 45 € Günstiger Einstieg, mächtig ab Business Eigene Plugins/Themes erst ab 25-€-Tarif

Preise im Detail

  • Wix: Light ca. 9–13 €, Core 17–25 €, Business 29–34 €, Business Elite 149–159 €. Domain ab dem 2. Jahr ca. 18 €/Jahr, E-Mail-Postfach extra (Google Workspace ca. 6 €/Monat).
  • Jimdo: Play 0 € (Subdomain + Werbung), Start 9 €, Grow 15 €, Grow Legal 20 € (inkl. abmahnsicherer Rechtstexte – für deutsche Studios interessant), Unlimited 39 €.
  • IONOS: Starter 12 €, Plus 18 €, Pro 33 € regulär – Aktionen drücken das erste Jahr auf 1–18 €/Monat. Domain, SSL und Postfach inklusive.
  • Squarespace: Basic 12 €, Core 18 €, Plus 32 €, Advanced 69 € (monatlich: 17/24/42/79 €). Im Basic-Tarif 2 % Gebühr auf Verkäufe.
  • WordPress.com: Kostenlos bis Commerce 45 €. Wichtig: Eigene Plugins (z. B. Buchungssysteme) erst ab Business (25 €/Monat).

SEO: Wo du bei Google mithalten kannst – und wo nicht

Die technische SEO-Kontrolle (Meta-Titel, Beschreibungen, Weiterleitungen, strukturierte Daten) ist bei Wix und Squarespace am besten, Jimdo ist am stärksten eingeschränkt, IONOS und WordPress.com liegen dazwischen.

Die ehrliche Einordnung: Für lokale Sichtbarkeit („Kosmetikstudio + Stadt“) sind alle fünf technisch ausreichend – wenn Google-Unternehmensprofil, lokale Keywords und individuelle Texte stimmen. Genau daran scheitern Baukasten-Seiten in der Praxis: nicht an der Technik, sondern an generischen Texten und fehlender Struktur.

Recht: Was jede Studio-Website braucht

  • Impressum nach § 5 DDG (hat 2024 das TMG abgelöst)
  • Datenschutzerklärung nach DSGVO plus AV-Vertrag mit dem Baukasten-Anbieter
  • US-Anbieter-Frage: Wix und Squarespace sind unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert – aktuell rechtlich tragfähig, aber mit Jimdo/IONOS argumentierst du einfacher
  • Barrierefreiheit (BFSG): gilt seit 28.06.2025 u. a. für Online-Buchung – Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte, max. 2 Mio. € Umsatz) sind ausgenommen

Baukasten oder Webdesigner? Die ehrliche Rechnung

Ein Baukasten kostet 100–500 €/Jahr plus deine Zeit – realistisch 20–40 Stunden für ein ordentliches Erstergebnis, das danach gepflegt werden will. Eine professionell erstellte Website kostet einmalig 1.000–4.000 € (alle Zahlen hier) und gehört dir.

Unsere Faustregel:

  • Baukasten, wenn du gerade gründest, das Budget knapp ist und du Zeit statt Geld investieren kannst
  • Profi-Website, sobald dein Studio läuft und die Website aktiv Kundinnen bringen soll – Texte, lokale SEO und Conversion-Aufbau entscheiden dann über Anfragen, und genau das entsteht selten nebenbei

Was auch immer du wählst: Verbinde die Website mit einem Buchungssystem, damit aus Besucherinnen Termine werden.

Häufige Fragen

Was kostet ein Homepage-Baukasten für ein kleines Unternehmen pro Monat?+

Werbefrei mit eigener Domain: etwa 4–40 €/Monat je nach Anbieter und Tarif. Realistisch für einen Studio-Auftritt: 9–20 €/Monat bei Jahresabrechnung (Wix Light ca. 9–13 €, Jimdo Start 9 €, IONOS regulär 12–18 €, Squarespace Basic 12 €).

Welcher Baukasten eignet sich am besten für lokale Dienstleister?+

Für maximale SEO-Kontrolle: Wix oder Squarespace. Für deutschen Datenschutz und Einfachheit: Jimdo oder IONOS. Entscheidender als der Anbieter sind aber gepflegtes Google-Unternehmensprofil, lokale Suchbegriffe und individuelle Texte.

Sind Wix und Squarespace als US-Anbieter DSGVO-konform nutzbar?+

Beide sind unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, womit die Datenübermittlung derzeit eine Rechtsgrundlage hat. Datenschutzrechtlich einfacher argumentierbar bleiben EU-Anbieter wie Jimdo (Hamburg, EU-Hosting) oder IONOS.

Reicht ein kostenloser Baukasten-Tarif für meinen Betrieb?+

Nein. Gratis-Tarife (z. B. Jimdo Play) laufen auf einer Subdomain mit Anbieter-Werbung – das wirkt unprofessionell und rankt schlecht. Werbefreiheit und eigene Domain gibt es erst in Bezahltarifen.

Wann ist eine professionell erstellte Website besser als ein Baukasten?+

Sobald die Website aktiv Kundinnen bringen soll: Individuelle Texte, lokale SEO, Conversion-Aufbau und Terminbuchungs-Integration übersteigen das, was nebenbei im Baukasten entsteht. Faustregel: Baukasten für die Übergangsphase, Profi-Website, sobald das Studio läuft.

Das könnte dich auch interessieren